Weimar

Weimar, der Ort, an dem ich 8 1/2 Jahre meines Lebens
verbrachte. Über die Stadt gibt es viel zu berichten, und andere
können das sicher besser als ich. Ich will deshalb auch nur ein paar
Erfahrungen und Episoden von dort berichten, um denen, die sich dafür
interssieren, ein paar subjektive Eindrücke zu geben.
Nach Weimar führte mich das Interesse für die
Architektur des Bauhauses, welches mich 1992 zu dem Schritt verleitete,
mich für ein Studium and der (damaligen) Hochschule für Architektur
zu bewerben. Nicht einmal zwei Jahre nach der Wiedervereinigung hatte
das Studium im Osten noch etwas exotisches, und wie sich später herausstellte,
gab es doch ein paar Unterschiede, nicht nur zwischen den Menschen, die
in unterschiedliche Kulturen großgeworden waren. Auch darüber
kann man einiges berichten, aber auch das können andere besser. Deshalb
nur soviel: wer in Weimar längere Zeit lebt, wird auch, wie es in
einer kleinen Stadt unvermeidlich ist, auch mit den Bewohnern sich beschftigen
könne, sowohl mit denen, die seid Jahrzenten dort wohnen, als auch
mit denen, die nur für kurze Zeit dort wohnen oder zu Besuch dort
ankommen.
Als ich 1992 dort ankam, um mein Studium an der HAB zu
beginnen, hatte ich schon einiges über
das Bauhaus gelesen und konnte mich mit dem Stil identifizieren. Ich hatte
allerdings absolut keine Vorstellung davon,was mich dort erwartete. Die
Stadt war im Umbruch zwischen einer verschlafenen DDR- Kleinstadt, und
einer ebenso verschlafenen BRD- Kleinstadt, die sich allerdings zu höheren
Weihen berufen fühlte. Versteht mich nicht falsch, das, was Weimar
zwischen 1994 und 1999, dem Kulturstadtjahr (eine wunderbare Wortschöpfung)
geschaffen hat, verdient Beachtung und gibt den Weimarer Bürger und
Politikern das Recht, für Ihre Stadt eine Sonderstellung einzufodern.
Dieses war aber in den frühen 90er noch nicht abzusehen. Genauso
stellte sich die Hochschule dar: Viele Ambitionen und einige Altlasten.
Die Universiät
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